Im April 2026 habe ich mit zwei befreundeten Fotografen eine Fotoreise nach Island gemacht. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter, weil in der Woche für Islnd ungewöhnlich schönes Frühlingswetter hatten. So kam unsere Winterausrüstung kaum zum Einsatz.

Auf Island haben wir in sieben Tagen 2000 km mit dem Auto hinter uns gebracht. Hier findest Du Landschaftsfotos dieser Reise.

Flughafen Keflavík
Brúarfoss
Hotel Vik
Wasserfall Seljalandsfoss
Diamond Beach
Stokksnes & Vestrahorn
Wasserfall Skógafoss
Dyrhólaey Papageientaucher
Reynisfjara Blick
Fossálar Waterfall
Eldhraun (Lavafeld)
Lómagnúpur (Berg)
Svínafellsjökull (Gletscher)
Hofskirkja Kirche
Strokkur Geyser

Seljalandsfoss

Auf dem Weg vom Flughafen zu unserer Unterkunft legten wir einen ersten Stopp am beeindruckenden Seljalandsfoss ein. Der Wasserfall liegt direkt an der Ringstraße und ist durch seine Nähe zu Reykjavík besonders gut erreichbar – entsprechend viele Besucher waren vor Ort.

Trotzdem verliert der Seljalandsfoss nichts von seiner Faszination: Das Wasser stürzt hier rund 60 Meter in die Tiefe, und das Besondere ist, dass man hinter dem Wasserfall entlanggehen kann. Von dort eröffnet sich eine ganz eigene Perspektive – mit Blick durch den fallenden Wasserschleier hinaus in die Landschaft. Gerade bei tief stehender Sonne oder wechselhaftem Wetter entstehen hier eindrucksvolle Lichtstimmungen, die den kurzen Abstecher absolut lohnenswert machen.

Seljalandsfoss

Vík í Mýrdal

Unser Ausgangspunkt für die Ausflüge war der kleine Ort Vík í Mýrdal im Süden der Insel. Der Ort gilt als der südlichste Festlandspunkt Islands und liegt eindrucksvoll zwischen schwarzem Sandstrand, steilen Klippen und dem mächtigen Gletscher Mýrdalsjökull im Hinterland. Wir haben im Hótel Vík übernachtet, direkt unterhalb der markanten Kirche Víkurkirkja, die auf einem Hügel über dem Ort thront und einen tollen Blick über die Küste bietet.

Gleich am ersten Abend hatten wir großes Glück: Am Himmel tanzten Polarlichter, die wir begeistert fotografieren konnten – ein unvergesslicher Start in unseren Aufenthalt.

Am meisten beeindruckt hat mich im Ort der schwarze Lavastrand, insbesondere der berühmte Strand Reynisfjara. Dort treffen die kraftvollen Wellen des Atlantiks auf den tiefschwarzen Sand, während vor der Küste die markanten Felsen Reynisdrangar aus dem Meer ragen. Der Legende nach handelt es sich dabei um versteinerte Trolle – und tatsächlich wirken sie mit ihrer zerklüfteten Form fast wie lebendige Wesen, die aus dem Wasser aufsteigen.

Polarlichter

Lómagnúpur mountain

Auf unserem Weg nach Stokksnes kamen wir am imposanten Lómagnúpur vorbei. Der markante Tafelberg ragt mit seinen steilen Klippen eindrucksvoll aus der flachen Küstenlandschaft im Südosten Islands empor und gehört zu den größten Vogelfelsen des Landes – besonders im Sommer nisten hier zahlreiche Seevögel.

Am südlichen Ende des Berges entdeckten wir einen kleinen See, dessen ruhige Oberfläche den Lómagnúpur spiegelte. Diese Szenerie mussten wir fotografisch festhalten.

Lómagnúpur

Fossálar Waterfall

Wasserfälle hatten wir auf unserer Reise inzwischen schon viele gesehen. Umso mehr ist uns der Fossálar Waterfall direkt an der Ringstraße aufgefallen. Das Besondere hier: Man kann den Wasserfall nahezu auf Augenhöhe fotografieren, was eine ungewöhnliche und sehr direkte Perspektive ermöglicht.

Die Fossálar-Wasserfälle bestehen aus mehreren kleineren Kaskaden, die sich stufenartig durch die Landschaft ziehen. Gerade weil sie weniger überlaufen sind als viele der bekannten Highlights Islands, lässt sich hier in Ruhe mit Perspektiven und Belichtungen experimentieren.

Fossálar Waterfall

Stokksnes

Ein besonders beeindruckendes Ziel unserer Reise war der markante Vestrahorn. Der gezackte Berg erhebt sich eindrucksvoll an der Südostküste und ist vor allem bei Fotografen bekannt für seine dramatische Silhouette und die oft spiegelnden Wasserflächen davor.

Fotografieren lässt sich das Vestrahorn besonders gut von der Landzunge Stokksnes aus. Dort bieten sich – je nach Gezeiten und Wetter – kleine Seen und nasse Sandflächen im Vordergrund an, die den Berg perfekt spiegeln und faszinierende Bildkompositionen ermöglichen.

Stokksnes war zugleich das Ziel, das am weitesten von unserem Hotel entfernt lag – doch die lange Anfahrt hat sich gelohnt. Die raue, fast mystische Atmosphäre dieses Ortes macht ihn zu einem der eindrucksvollsten Fotospots unserer Reise.

Stokksnes

Diamond Beach

Besonders beeindruckt hat uns der Diamond Beach. Hier werden die Eisbrocken aus der nahegelegenen Gletscherlagune Jökulsárlón vom Meer hinausgetragen und schließlich von den Wellen an den tiefschwarzen Lavastrand gespült. Im Kontrast zum dunklen Sand wirken die glitzernden Eisstücke wie verstreute Diamanten – daher auch der Name des Strandes.

Besonders zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang entstehen hier eindrucksvolle Fotomotive, wenn das warme Licht die Eisbrocken zum Leuchten bringt und sich im nassen Sand spiegelt.

Diamond Beach

Gönguleið um Eldhraun

Das Lavafeld Gönguleið um Eldhraun hatten wir bereits zuvor besucht. Damals fehlte mir jedoch die Idee, wie ich diese moosbedeckte, scheinbar ruhige Landschaft fotografisch einfangen könnte. Die weichen Formen und gedämpften Farben machten es schwer, ein starkes Motiv zu finden – obwohl Eldhraun als eines der größten Lavafelder der Welt eine beeindruckende Geschichte hat.

Auf dem Rückweg vom Diamond Beach bot sich uns dann eine ganz neue Gelegenheit: Die Polarlichter begannen erneut am Himmel zu tanzen. Spontan hielten wir noch einmal am Lavafeld an und fotografierten die Nordlichter direkt über der dunklen, jahrhundertealten Lava. In diesem Moment fügte sich alles zusammen – die stille Landschaft und das lebendige Schauspiel am Himmel.

Die Polarlichter waren an diesem Abend sogar noch beeindruckender als an unserem ersten Abend. Erst durch dieses Erlebnis wurde mir klar, wie sehr Licht und Timing eine Landschaft verändern können – und wie lohnend es ist, Orte zu unterschiedlichen Momenten erneut zu erleben.

Polarlichter

Svínafellsjökull

Der Gletscher Svínafellsjökull hat mich tief beeindruckt. Wir verbrachten mehrere Stunden dort und waren die meiste Zeit ganz allein – umgeben von Stille, Eis und Weite. Als Ausläufer des mächtigen Vatnajökull, Europas größtem Gletscher, wirkt er zugleich monumental und zerbrechlich.

Besonders faszinierend waren die tiefen, fast schwarz wirkenden Risse im Eis. Diese dunklen Linien stammen unter anderem von vulkanischer Asche, die sich über Jahrhunderte im Gletscher abgelagert hat und dem Eis eine unwirklich schöne, beinahe grafische Struktur verleiht. Je nach Lichteinfall schimmerte das Eis in verschiedenen Blau‑ und Grautönen, was die Szenerie noch surrealer erscheinen ließ.

Svínafellsjökull

Skógafoss

Der Wasserfall Skógafoss bildet den eindrucksvollen Abschluss einer längeren Wasserfallkaskade entlang des Flusses Skógá. Mit seiner etwa 60 Meter hohen und 25 Meter breiten Fallkante gehört er zu den größten und bekanntesten Wasserfällen Islands und ist schon aus der Ferne nicht zu übersehen.

Direkt neben dem Wasserfall beginnt ein Wanderweg, der flussaufwärts führt und sich schnell vom Trubel am Fuß des Skógafoss entfernt. Entlang dieses Weges reihen sich zahlreiche kleinere Wasserfälle aneinander, wodurch sich die Größe und Vielfalt dieser Kaskade erst richtig erschließt. Wir sind über die lange Treppe an der Seite des Skógafoss bis oberhalb der Fallkante aufstiegen und dem Wanderweg gefolgt.

Strokkur Geyser

Der zum Golden Circle gehörende Strokkur‑Geysir stellte für mich eine echte fotografische Herausforderung dar. An diesem Tag lag ein gleichmäßig graues Wolkenband über Island, das sich farblich kaum vom in die Höhe schießenden Wasser abhob. Dadurch fehlten starke Kontraste, die den Ausbruch deutlicher vom Himmel hätten absetzen können.

Am faszinierendsten war für uns der Moment kurz vor der Eruption: die meist intensiv blau schimmernde Wasserblase, die sich für einen Augenblick wölbt, bevor Strokkur sein Wasser mit großer Kraft in die Luft schleudert. Diese Blase ist ein typisches Merkmal des Geysirs und kündigt einen Ausbruch an, der sich in der Regel alle fünf bis zehn Minuten wiederholt. Gerade dieser kurze, fast fragile Moment wirkte spannender als die eigentliche Fontäne.

Wir waren zur Mittagszeit vor Ort, was sich deutlich bemerkbar machte – viele Besucher versammelten sich rund um den Geysir, um das Naturschauspiel zu beobachten. Aufgrund der Lage am Golden Circle gehört Strokkur zu den meistbesuchten Orten Islands. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Atmosphäre in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden ruhiger und angenehmer ist – und das Licht dann vielleicht auch etwas mehr Tiefe in die Fotos bringt.

Strokkur Geyser
Strokkur Geyser
Strokkur Geyser

Brúarfoss

Der bekannte Wasserfall Brúarfoss gehört ebenfalls zum Golden Circle und sticht vor allem durch seine intensiv blau leuchtende Farbe hervor. Das milchig‑türkise Wasser stammt aus Schmelzwasser des Gletschers Langjökull und kontrastiert stark mit dem dunklen Lavagestein, durch das sich der Fluss Brúará hier seinen Weg bahnt. Trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe gilt der Brúarfoss deshalb als einer der fotogensten Wasserfälle Islands.

Durch seine Lage an der beliebten Reiseroute ist auch dieser Ort meist gut besucht. Ein Besuch zum Sonnenauf‑ oder ‑untergang bietet sich daher besonders an – nicht nur wegen des weicheren Lichts, sondern auch, um die besondere Atmosphäre etwas ruhiger genießen zu können.

Die besten Fotomotive ergeben sich von einer kleinen Holzbrücke, die direkt über den Wasserfall führt. Von dort aus lässt sich die charakteristische Struktur der Kaskaden und das leuchtende Blau des Wassers besonders gut einfangen. Allerdings ist Geduld gefragt: Sobald jemand über die Brücke geht, gerät sie leicht ins Wanken, was Langzeitaufnahmen deutlich erschwert. Gerade bei viel Betrieb ist das eine echte fotografische Herausforderung, die jedoch auch Teil des Erlebnisses ist.

Brúarfoss

Im April 2026 habe ich mit zwei befreundeten Fotografen eine Fotoreise nach Island gemacht. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter, weil in der Woche für Islnd ungewöhnlich schönes Frühlingswetter hatten. So kam unsere Winterausrüstung kaum zum Einsatz.

Auf Island haben wir in sieben Tagen 2000 km mit dem Auto hinter uns gebracht. Hier findest Du Landschaftsfotos dieser Reise.

Flughafen Keflavík
Brúarfoss
Hotel Vik
Wasserfall Seljalandsfoss
Diamond Beach
Stokksnes & Vestrahorn
Wasserfall Skógafoss
Dyrhólaey Papageientaucher
Reynisfjara Blick
Fossálar Waterfall
Eldhraun (Lavafeld)
Lómagnúpur (Berg)
Svínafellsjökull (Gletscher)
Hofskirkja Kirche
Strokkur Geyser

Seljalandsfoss

Auf dem Weg vom Flughafen zu unserer Unterkunft legten wir einen ersten Stopp am beeindruckenden Seljalandsfoss ein. Der Wasserfall liegt direkt an der Ringstraße und ist durch seine Nähe zu Reykjavík besonders gut erreichbar – entsprechend viele Besucher waren vor Ort.

Trotzdem verliert der Seljalandsfoss nichts von seiner Faszination: Das Wasser stürzt hier rund 60 Meter in die Tiefe, und das Besondere ist, dass man hinter dem Wasserfall entlanggehen kann. Von dort eröffnet sich eine ganz eigene Perspektive – mit Blick durch den fallenden Wasserschleier hinaus in die Landschaft. Gerade bei tief stehender Sonne oder wechselhaftem Wetter entstehen hier eindrucksvolle Lichtstimmungen, die den kurzen Abstecher absolut lohnenswert machen.

Seljalandsfoss

Vík í Mýrdal

Unser Ausgangspunkt für die Ausflüge war der kleine Ort Vík í Mýrdal im Süden der Insel. Der Ort gilt als der südlichste Festlandspunkt Islands und liegt eindrucksvoll zwischen schwarzem Sandstrand, steilen Klippen und dem mächtigen Gletscher Mýrdalsjökull im Hinterland. Wir haben im Hótel Vík übernachtet, direkt unterhalb der markanten Kirche Víkurkirkja, die auf einem Hügel über dem Ort thront und einen tollen Blick über die Küste bietet.

Gleich am ersten Abend hatten wir großes Glück: Am Himmel tanzten Polarlichter, die wir begeistert fotografieren konnten – ein unvergesslicher Start in unseren Aufenthalt.

Am meisten beeindruckt hat mich im Ort der schwarze Lavastrand, insbesondere der berühmte Strand Reynisfjara. Dort treffen die kraftvollen Wellen des Atlantiks auf den tiefschwarzen Sand, während vor der Küste die markanten Felsen Reynisdrangar aus dem Meer ragen. Der Legende nach handelt es sich dabei um versteinerte Trolle – und tatsächlich wirken sie mit ihrer zerklüfteten Form fast wie lebendige Wesen, die aus dem Wasser aufsteigen.

Polarlichter

Lómagnúpur mountain

Auf unserem Weg nach Stokksnes kamen wir am imposanten Lómagnúpur vorbei. Der markante Tafelberg ragt mit seinen steilen Klippen eindrucksvoll aus der flachen Küstenlandschaft im Südosten Islands empor und gehört zu den größten Vogelfelsen des Landes – besonders im Sommer nisten hier zahlreiche Seevögel.

Am südlichen Ende des Berges entdeckten wir einen kleinen See, dessen ruhige Oberfläche den Lómagnúpur spiegelte. Diese Szenerie mussten wir fotografisch festhalten.

Lómagnúpur

Fossálar Waterfall

Wasserfälle hatten wir auf unserer Reise inzwischen schon viele gesehen. Umso mehr ist uns der Fossálar Waterfall direkt an der Ringstraße aufgefallen. Das Besondere hier: Man kann den Wasserfall nahezu auf Augenhöhe fotografieren, was eine ungewöhnliche und sehr direkte Perspektive ermöglicht.

Die Fossálar-Wasserfälle bestehen aus mehreren kleineren Kaskaden, die sich stufenartig durch die Landschaft ziehen. Gerade weil sie weniger überlaufen sind als viele der bekannten Highlights Islands, lässt sich hier in Ruhe mit Perspektiven und Belichtungen experimentieren.

Fossálar Waterfall

Stokksnes

Ein besonders beeindruckendes Ziel unserer Reise war der markante Vestrahorn. Der gezackte Berg erhebt sich eindrucksvoll an der Südostküste und ist vor allem bei Fotografen bekannt für seine dramatische Silhouette und die oft spiegelnden Wasserflächen davor.

Fotografieren lässt sich das Vestrahorn besonders gut von der Landzunge Stokksnes aus. Dort bieten sich – je nach Gezeiten und Wetter – kleine Seen und nasse Sandflächen im Vordergrund an, die den Berg perfekt spiegeln und faszinierende Bildkompositionen ermöglichen.

Stokksnes war zugleich das Ziel, das am weitesten von unserem Hotel entfernt lag – doch die lange Anfahrt hat sich gelohnt. Die raue, fast mystische Atmosphäre dieses Ortes macht ihn zu einem der eindrucksvollsten Fotospots unserer Reise.

Stokksnes

Diamond Beach

Besonders beeindruckt hat uns der Diamond Beach. Hier werden die Eisbrocken aus der nahegelegenen Gletscherlagune Jökulsárlón vom Meer hinausgetragen und schließlich von den Wellen an den tiefschwarzen Lavastrand gespült. Im Kontrast zum dunklen Sand wirken die glitzernden Eisstücke wie verstreute Diamanten – daher auch der Name des Strandes.

Besonders zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang entstehen hier eindrucksvolle Fotomotive, wenn das warme Licht die Eisbrocken zum Leuchten bringt und sich im nassen Sand spiegelt.

Diamond Beach

Gönguleið um Eldhraun

Das Lavafeld Gönguleið um Eldhraun hatten wir bereits zuvor besucht. Damals fehlte mir jedoch die Idee, wie ich diese moosbedeckte, scheinbar ruhige Landschaft fotografisch einfangen könnte. Die weichen Formen und gedämpften Farben machten es schwer, ein starkes Motiv zu finden – obwohl Eldhraun als eines der größten Lavafelder der Welt eine beeindruckende Geschichte hat.

Auf dem Rückweg vom Diamond Beach bot sich uns dann eine ganz neue Gelegenheit: Die Polarlichter begannen erneut am Himmel zu tanzen. Spontan hielten wir noch einmal am Lavafeld an und fotografierten die Nordlichter direkt über der dunklen, jahrhundertealten Lava. In diesem Moment fügte sich alles zusammen – die stille Landschaft und das lebendige Schauspiel am Himmel.

Die Polarlichter waren an diesem Abend sogar noch beeindruckender als an unserem ersten Abend. Erst durch dieses Erlebnis wurde mir klar, wie sehr Licht und Timing eine Landschaft verändern können – und wie lohnend es ist, Orte zu unterschiedlichen Momenten erneut zu erleben.

Polarlichter

Svínafellsjökull

Der Gletscher Svínafellsjökull hat mich tief beeindruckt. Wir verbrachten mehrere Stunden dort und waren die meiste Zeit ganz allein – umgeben von Stille, Eis und Weite. Als Ausläufer des mächtigen Vatnajökull, Europas größtem Gletscher, wirkt er zugleich monumental und zerbrechlich.

Besonders faszinierend waren die tiefen, fast schwarz wirkenden Risse im Eis. Diese dunklen Linien stammen unter anderem von vulkanischer Asche, die sich über Jahrhunderte im Gletscher abgelagert hat und dem Eis eine unwirklich schöne, beinahe grafische Struktur verleiht. Je nach Lichteinfall schimmerte das Eis in verschiedenen Blau‑ und Grautönen, was die Szenerie noch surrealer erscheinen ließ.

Svínafellsjökull

Skógafoss

Der Wasserfall Skógafoss bildet den eindrucksvollen Abschluss einer längeren Wasserfallkaskade entlang des Flusses Skógá. Mit seiner etwa 60 Meter hohen und 25 Meter breiten Fallkante gehört er zu den größten und bekanntesten Wasserfällen Islands und ist schon aus der Ferne nicht zu übersehen.

Direkt neben dem Wasserfall beginnt ein Wanderweg, der flussaufwärts führt und sich schnell vom Trubel am Fuß des Skógafoss entfernt. Entlang dieses Weges reihen sich zahlreiche kleinere Wasserfälle aneinander, wodurch sich die Größe und Vielfalt dieser Kaskade erst richtig erschließt. Wir sind über die lange Treppe an der Seite des Skógafoss bis oberhalb der Fallkante aufstiegen und dem Wanderweg gefolgt.

Strokkur Geyser

Der zum Golden Circle gehörende Strokkur‑Geysir stellte für mich eine echte fotografische Herausforderung dar. An diesem Tag lag ein gleichmäßig graues Wolkenband über Island, das sich farblich kaum vom in die Höhe schießenden Wasser abhob. Dadurch fehlten starke Kontraste, die den Ausbruch deutlicher vom Himmel hätten absetzen können.

Am faszinierendsten war für uns der Moment kurz vor der Eruption: die meist intensiv blau schimmernde Wasserblase, die sich für einen Augenblick wölbt, bevor Strokkur sein Wasser mit großer Kraft in die Luft schleudert. Diese Blase ist ein typisches Merkmal des Geysirs und kündigt einen Ausbruch an, der sich in der Regel alle fünf bis zehn Minuten wiederholt. Gerade dieser kurze, fast fragile Moment wirkte spannender als die eigentliche Fontäne.

Wir waren zur Mittagszeit vor Ort, was sich deutlich bemerkbar machte – viele Besucher versammelten sich rund um den Geysir, um das Naturschauspiel zu beobachten. Aufgrund der Lage am Golden Circle gehört Strokkur zu den meistbesuchten Orten Islands. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Atmosphäre in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden ruhiger und angenehmer ist – und das Licht dann vielleicht auch etwas mehr Tiefe in die Fotos bringt.

Strokkur Geyser
Strokkur Geyser
Strokkur Geyser

Brúarfoss

Der bekannte Wasserfall Brúarfoss gehört ebenfalls zum Golden Circle und sticht vor allem durch seine intensiv blau leuchtende Farbe hervor. Das milchig‑türkise Wasser stammt aus Schmelzwasser des Gletschers Langjökull und kontrastiert stark mit dem dunklen Lavagestein, durch das sich der Fluss Brúará hier seinen Weg bahnt. Trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe gilt der Brúarfoss deshalb als einer der fotogensten Wasserfälle Islands.

Durch seine Lage an der beliebten Reiseroute ist auch dieser Ort meist gut besucht. Ein Besuch zum Sonnenauf‑ oder ‑untergang bietet sich daher besonders an – nicht nur wegen des weicheren Lichts, sondern auch, um die besondere Atmosphäre etwas ruhiger genießen zu können.

Die besten Fotomotive ergeben sich von einer kleinen Holzbrücke, die direkt über den Wasserfall führt. Von dort aus lässt sich die charakteristische Struktur der Kaskaden und das leuchtende Blau des Wassers besonders gut einfangen. Allerdings ist Geduld gefragt: Sobald jemand über die Brücke geht, gerät sie leicht ins Wanken, was Langzeitaufnahmen deutlich erschwert. Gerade bei viel Betrieb ist das eine echte fotografische Herausforderung, die jedoch auch Teil des Erlebnisses ist.

Brúarfoss